Pferdewetten
Pferderennen und somit auch die Pferdewetten sind ein weltweites Phänomen. Dieses Thema kann aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. Nachfolgend wird zuerst einmal beschrieben, dass Pferderennen nicht gleich Pferderennen sind. Es gibt unterschiedliche Disziplinen, was oberflächlich betrachtet viele an Sportwetten interessierte Menschen eventuell überrascht. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass es über einen sehr langen Zeitraum ausschließlich gestattet war, auf Pferde zu wetten. Und zwar sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern. Weltweit betrachtet ist dieser Sport noch immer bedeutend, auch in Deutschland gibt es gut besuchte Rennbahnen mit Veranstaltungen das ganze Jahr hindurch. Seltsamerweise spielen Galopp- und Trabrennen aber bei den Sportwetten kaum eine Rolle. Dabei gibt es viele Buchmacher, die sich auf die schnellen Pferde spezialisiert haben. Sie betreiben Wettbüros, so dass dieser Begriff nachfolgend noch eine Rolle spielen wird. Doch zuerst einmal soll der Leser ein allgemeines Vorwissen zum Thema Pferderennen erhalten. Das ist schon aus dem Grund wichtig, weil niemand auf Lottokugeln wetten wird. Wer sich allerdings ein wenig mit diesem Sport beschäftigt, der erkennt, dass die Beschäftigung sich lohnt. Und zwar wie eingangs angedeutet aus unterschiedlichen Perspektiven. Das betrifft nicht nur die Pferderennen in Deutschland, sondern in der ganzen Welt. Pferdewetten sind zu jeder Zeit problemlos möglich, egal ob auf der Rennbahn, in einem Wettbüro oder im Internet.
Allgemeines Vorwissen zum Thema Pferderennen
Galopprennen werden von der Pferderasse englisches Vollblut bestritten. Ziel ist eine Zuchtauslese. Den Galopprennsport gibt es seit dem Jahr 1821/22 in Deutschland, die ersten Rennen fanden knapp hundert Jahre zuvor in England statt. In Deutschland werden knapp 2500 Pferde trainiert, doch bei deutschen Rennveranstaltungen starten auch oftmals Gäste aus zum Beispiel den Niederlanden, Belgien, Tschechien, Polen oder Skandinavien. Zu großen Rennen reisen häufig Engländer, Iren und Franzosen an. Weltweit betrachtet, finden Pferderennen an jedem Tag des Jahres statt. Sowohl im Internet als auch bei den Buchmachern gibt es Rennen aus vielen Ländern im Programm. Von deutscher Sicht aus betrachtet sind die wichtigsten in: Frankreich, England, Irland, Belgien, Italien, USA, Australien, Hongkong und Dubai. Galopprennen gibt es aber in mehr als 90 Ländern. Dieses Thema wird nachfolgend noch einmal aufgegriffen.
Pferderennen im Allgemeinen
Pferderennen sind Pferderennen, so denken viele Menschen, die sich mit diesem Sport nicht befassen. Vermutlich packen sie sogar den Springsport, Dressur und Military gemeinsam mit dem Galopprennsport und dem Trabrennsport in einen Sack. Da geht es halt um Pferde... In diesem Überblick werden viele Aspekte des Galopprennsports beleuchtet, auch der Trabrennsport findet Erwähnung. Um es vorweg zu nehmen: Die Bezeichnungen Galopp und Trab beziehen sich auf die Gangarten der Pferde. Es handelt sich bei den Rennen um Leistungsprüfungen, bei denen einfach gesagt ermittelt wird, welches Pferd das schnellste und beste ist. Kurzfristig betrachtet geht es um Wetterfolge und um Preisgelder, langfristig um die Zucht. Aber das ist nicht das Thema an dieser Stelle. Man darf nicht alles in einen Topf werfen.
Selbst wenn man die Galopprennen und die Trabrennen miteinander vergleicht, gibt es nur wenige Menschen, die beide Disziplinen intensiv mögen und verfolgen. Das mag ähnlich sein wie beim Fußball und beim Handball. Wobei es zugegeben heutzutage kaum noch möglich ist, überhaupt ein Gegenbeispiel zum Fußball zu finden, der alles dominiert. Was nun genau der Unterschied von Galopp zu Trab ist? Oberflächlich betrachtet laufen unterschiedliche Pferde: Traber dürfen nicht galoppieren, ansonsten werden sie disqualifiziert. Ein Vollblüter in einem Galopprennen dürfte auch traben, wäre allerdings dann nicht so schnell wie die Konkurrenz. Trabrennen sind am Sulky zu erkennen, also an einem Wagen, den die Pferde ziehen. Doch dieses Merkmal betreffend darf sich niemand täuschen lassen: Es gibt auch Montés. Das sind sogenannte Satteltraben bzw. Trabreiten - es wird also mit Reiter getrabt. Ein guter Vergleich könnte mit der Leichtathletik gezogen werden: Dort gibt es Läufer und Geher. Kurz gesagt gibt es im Bereich des Pferdesports mehr als den Galopprennsport und dieser darf nicht in einen Topf geworfen werden mit den anderen bekannten Pferdesportarten. Das macht man ja auch nicht beim Hockey und Eishockey...
Dass Pferderennen nicht gleich Pferderennen sind, dürfte mittlerweile jedem Leser klar sein. Beim Galopprennsport laufen englische Vollblüter und somit eine spezielle Pferderennen über deren Zucht in einem späteren Abschnitt Informationen erfolgen. Rennen mit Halbblütern (das sind Vollblutpferde, die nicht reinrassig sind) gibt es in Deutschland ebenfalls aber nur selten. Neben Reitpferderennen, in denen gelegentlich ausrangierte Rennpferde antreten, dürfen die Ponyrennen für den Nachwuchs nicht vergessen werden. Sie dürfen nicht wie "echte Pferderennen" betrachtet werden. Ebenso wie Rennen mit Kaltblütern, Islandpferden (eventuell mit Prominenten im Sattel) sowie sogar mit - zugegeben, das sind keine Pferde - Kamelen, erlebt man ebenfalls gelegentlich auf deutschen Galopprennbahnen. Auch an einen Auftritt von Elefanten kann man Rennbahnbesucher sich erinnern.
Übrigens gibt es in Deutschland auch selten Rennen mit Araberpferden, in anderen Ländern finden häufiger Prüfungen für diese Rasse statt, nicht nur im arabischen Raum. In Frankreich und sogar in den Niederlanden ist diese Pferderasse hingegen recht präsent. Hierzulande spielt sie keine allzu große Rolle, es gibt keine Renntage ausschließlich mit Araberrennen, gelegentlich wird mal ein Rennen "eingestreut". Dies liegt zum einen an der geringen Population und zum anderen an gewissen Streitigkeiten zwischen einzelnen Araber-Verbänden,. Der Hinweis erfolgt vor allem aus dem Grund, dass diese Tiere wirklich sehr hübsch sind, auch für jemanden, der Pferde nicht im eigentlichen Sinne erkennen kann. Wer solch ein Rennen unwissend beobachtet, wird erstaunt feststellen, dass es zwar nach identischen Prinzipien wie die normalen Galopprennen mit englischen Vollblütern abläuft, dass die Pferde jedoch langsamer sind. Den Beobachtungen nach wedeln auch viele mit ihrem Schweif, wenn sie sich besonders anstrengen, was ein seltsamer Anblick ist.
Galopprennsport
Dass Pferderennen nicht gleich Pferderennen sind, machen sich viele Menschen vermutlich nicht bewusst. Wer sich bis dato nicht mit diesem Sport befasst hat, wird erstaunt feststellen, dass es selbst in den einzelnen Disziplinen Unterschiede gibt. Zuerst soll es um den Galopprennsport gehen.
  • Flachrennen: die Teilnehmer kämpfen - wie man umgangssprachlich sagt "auf der Flachen" - um Sieg und Platzierung
  • Hürdenrennen: die Pferde springen über Hürden
  • Jagdrennen: die Pferde springen über feststehende Hindernisse
  • Araberrennen: Es laufen Pferde der Rasse arabisches Vollblut
  • Reitpferderennen: Es treten Reitpferde an. Die Pferde können unterschiedliche Rassen haben, auch einstige Rennpferde, die ihre Karriere beendet haben, könnten um den Sieg mitlaufen; solche Rennen werden meist ohne oder mit wenig Preisgeld veranstaltet. Es reiten Hobbyreiter, niemals Profis.
Die Rennen werden, wie an anderer Stelle bereits erwähnt, über unterschiedliche Distanzen entschieden im Rahmen von grob 1000 Meter bis über 7 Kilometer. Die ganz weiten Wege gibt es allerdings nur in Hindernisrennen.
Erwähnt werden muss in diesem Zusammenhang, dass bei einer Veranstaltung die Pferde zumindest bei den Galoppern nur ein einziges Mal antreten. Es sind in jedem Rennen andere. Und wenn am nächsten Tag eine Veranstaltung ist, werden dort nicht die gleichen Pferde starten. In Deutschland laufen Rennpferde im Schnitt zehnmal pro Jahr. Bei manchen sind es auch 20 Starts und einige andere sieht man nur dreimal oder einmal. Das kann unterschiedliche Gründe haben.
Trabrennsport
Es wurde zuvor bereits angedeutet, soll an dieser Stelle aber noch einmal erwähnt werden: Auch im Trabrennsport gibt es unterschiedliche Disziplinen. Normalerweise erkennt man Trabrennen daran, dass die Pferde so genannte Sulkys ziehen. Sitzt hingegen ein Reiter im Sattel, spricht man von Montès oder Satteltraben. Wie beim Galopprennsport werden die Rennen über unterschiedliche Distanzen entschieden. Bei kleinen Veranstaltungen besteht die Möglichkeit, dass Traber mehrfach an einem Tag antreten. Früher war dies bedingt durch Vorläufe sogar im Derby der Fall, das übrigens in Berlin-Mariendorf Anfang August entschieden wird. Traber laufen im Allgemeinen häufiger als Galopper.
Trabrennen - Diverse Informationen
Trabrennen sind weltweit betrachtet nicht so erfolgreich und beliebt wie Galopprennen. Dies ist auf die Zuschauerzahlen bezogen. Es handelt sich wie bereits angedeutet wurde, um zwei verschiedene Disziplinen. Unterschiedliche Rassen laufen, sie werden speziell gezüchtet.
In Deutschland gibt es aktuell knapp 15 Bahnen, die das ganze Jahr hindurch veranstalten, häufig unter der Woche. Hinzu kommen einige ländliche Veranstalter. Das Niveau ist bei weitem nicht so hoch wie im Galopprennsport. Viele Veranstalter leiden unter finanziellen Problemen. Für Wetter, die sich auf Galopprennen spezialisiert haben, spielen die Traber nur selten eine Rolle. Das gleiche ist umgekehrt zu beobachten. Dabei ist das Prinzip das gleiche: Es geht darum, welches Pferd als Sieger über die Linie läuft. Und es bestehen weitere Optionen, die sich auf die ersten Pferde beziehen. Die Quoten können hoch sein. Das haben der Galopprennsport und die Traber gemein. Nur dass bei Letzteren ein gewisses Risiko für die Wetter besteht, da die Pferde disqualifiziert werden können. Sie dürfen im Rennen nicht galoppieren. Die Vorlieben der Wetter hängen häufig mit dem persönlichen Bezug zusammen. Wer als Kind Zeit auf Rennbahnen verbracht hat, wo Traber liefen, wird diesem Sport vermutlich eher verbunden sein, als wenn man früh an die Galopper herangeführt wurde oder sie bei einem Besuch erlebt hat. Gemeint sind reine Besuche von Bahnen, nicht das Dasein als Aktiver. Tatsächlich ist es wesentlich leichter, eine Lizenz für Trabrennen zu bekommen, als selbst ein Rennpferd zu reiten. Diesbezüglich kommt es auf das Gewicht an, bei den Trabern steigen häufig sogar prominente in den Sulky. Sie wurde natürlich zuvor geschult, doch das ist nicht mit besonders viel Aufwand verbunden.
Wenn darüber berichtet werden muss, dass die Traber in Deutschland so ihre Probleme haben, soll gleichzeitig betont werden, wie hoch das Niveau dieses Sports in Schweden und in Frankreich ist. In diesen beiden Nationen traben die Pferde an fast jedem Tag des Jahres. Es gibt hohe Preisgelder, in Frankreich noch mehr als in Schweden. Im Zusammenhang mit diesem skandinavischen Land müssen auch Norwegen, Finnland und Dänemark genannt werden. Auch in Italien wird getrabt sowie in kleineren europäischen Nationen. Malta kann hier genannt werden. Weltweit betrachtet müssen ansonsten noch Australien und die USA Erwähnung finden sowie Kanada. Das sind Nationen mit einer Tradition im Trabrennsport.
Da es im Trabrennsport Legenden gibt, sollen diese ebenfalls in diesem Überblick nicht verschwiegen werden. Als das bedeutendste Trabrennen der Welt gilt der stets am letzten Januarsonntag entschiedene Prix d'Amerique. Dieses Millionenrennen (Dotierung: 1 Million Euro), gewann in den Jahren 2016 und 2017 Bold Eagle, der vielleicht der beste Traber aller Zeiten ist. Bereits sein Vater, der passenderweise den Namen Ready Cash trägt, siegte in diesem Rennen doppelt. Bis zum Alter von 10 Jahren können die Pferde an diesem Rennen teilnehmen, es würde verwundern, wenn Bold Eagle nicht versuchen wird, zu weiteren Siegen zu fliegen. Ourasi ist laut Expertenmeinung die Legende, die er übertrumpfen muss. Der im Jahr 2012 im greisen Alter von 32 Jahren eingegangene Sieger des Jahre 1986 bis 1988 und 1990 war, wie es heißt, geradezu hochnäsig überlegen. Spitzenpferde wissen halt, wenn sie spitze sind. Das Kraftpaket Bellino II ist ein weiterer unvergessener Star: Er gewann von 1975 bis 1977 den Prix d'Amerique und 1973, 1975 sowie 1976 auch noch das bedeutendste Satteltraben, den Prix du Cornulier. Jamin siegte in den Jahren 1958 und 1959. Er wird an dieser Stelle aufgrund eines seltsamen Ticks erwähnt. Schnell lief er nämlich nur, wenn er frische Artischocken als Futter bekam. Das führte bei einem USA-Ausflug zu einem Problem, als das mitgebrachte Gemüse nicht durch den Zoll kam. Damals gab es einen Aufruf in den Medien, so dass Jamin mit seiner Leibspeise im Bauch auf der Rennbahn von Watsonville (New York) vor 45.000 Zuschauern triumphierte. Um noch einmal zum Prix d'Amerique zurückzukommen: Der wurde zweieinhalb Mal von deutschen Pferden gewonnen: Im Jahr 1953 von Permit und im Januar 2003 von Abano As. 1994 triumphierte Sea Cove, ein im deutschen Besitz stehender riesiger Außenseiter.
Wetten beim Pferderennen
Nachfolgend geht es um das wichtigste Thema bei diesem Sport für die Zuschauer: Das Wetten. Wer auf Pferde wetten will, hat in Deutschland ab einem Einsatz von 1 Euro mehrere Optionen. Ein auf Sieg setzender Wetter, tippt den Sieger in einem Rennen. Wer auf Platz wettet, hat gewonnen, wenn das getippte Pferd bei sieben Startern oder mehr mindestens Dritter wird, bei sechs Startern oder weniger ist Platz zwei das Mindestziel. Während bei Sieg die Quote durchaus lohnend sein kann, wobei Favoriten selbstverständlich weniger zahlen als Außenseiter, gibt es bei Platz nur selten lohnende Auszahlungen. Aus diesem Grund ist die Option des Platzzwilling zu empfehlen, die in Deutschland aber etwas unterschätzt scheint. Man tippt zwei Pferde, die im Ziel egal in welcher Reihenfolge unter den ersten Dreien sein müssen. Konkret: Die beiden Erstplatzierten wettet man bei einer Zweierwette. Bei der Dreierwette sind es die ersten drei und bei der nur gelegentlich angebotenen Viererwette sind es die ersten vier. Diese Option nennt sich Wettchance des Tages. Der Mindesteinsatz liegt in einem solchen Rennen bei nur 50 Cent. Allgemein gilt für Zweier-, Dreier- und Viererwettet: die Chancen auf einen Wettgewinn erhöhen sich, wenn der Wetter mehrere Pferde miteinander kombiniert.
Wie viel gewonnen werden kann, steht im Gegensatz zu den Sportwetten nicht fest, von der Ausnahme der so genannten Festkurse bei den Buchmachern einmal abgesehen. Dazu folgt an anderer Stelle eine intensivere Erklärung. Um es vorwegzunehmen: Hier weiß man zuvor welche Quote ein auf Sieg getipptes Pferd bringt. Allgemein wird es auf den Einsatz ankommen. Je mehr ein Wetter wagt, desto mehr kann er/sie gewinnen.
Einen Wettschein füllt man wie folgt aus - sowohl auf einer Bahn als auch im Internet: Man entscheidet sich für eine Wettart in einem anstehenden Rennen. Man sucht sich ein Pferde oder mehrere Pferde aus. Schritt 3 ist das Wählen des Einsatzes. Je mehr Geld man einsetzt, desto mehr kann man gewinnen. Nun muss die Wette nur noch abgegeben werden und die Pferde müssten so über die Ziellinie laufen, dass die Wette gewonnen wird.
Unterscheiden muss man zwischen dem Totalisator und Wetten beim Buchmacher, was in diesem Artikel bereits an anderer Stelle geschehen ist. Die Rennvereine unterhalten einen Totalisator, nehmen Geld über Wetten ein und zahlen es an erfolgreiche Wetter größtenteils aus. Das Prinzip beim Buchmacher ist ähnlich, nur dass die Rennveranstalter nichts davon haben. Es verdient der Buchmacher. Der Ertrag der Totalisator Wette wird für die Förderung der Pferdesports in Deutschland eingesetzt, darüber hinaus wird eine Steuer an den Staat entrichtet. Angeboten dürfen Pferdewetten nur von lizensierten Rennvereinen und von Buchmachern mit einer Konzession. Dass die Zahlen der Vergangenheit wesentlich höher waren als aktuell, hängt auch mit dem Boom der Sportwetten zusammen. In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass der Haupt-Wettanbieter des deutschen Galopprennsports lange Zeit unter dem unglücklichen Namen German Tote firmierte. Da hat niemand an die nicht englischsprachige Bevölkerung gedacht. Es folgte ein Wechsel zu Wettstar, der einiges an Geld gekostet haben wird.
Wettoptionen im Ausland
Nicht verschwiegen werden soll in diesem Zusammenhang, dass es in einigen Ländern weitere Optionen gibt. Häufig können diese bei den Anbietern von Pferdewetten gesetzt werden und führen zu guten Quoten. Das beste Beispiel ist in Frankreich die Quinte. Das ist eine nur in speziellen Rennen (allerdings pro Tag mindestens einmal), angebotene Wette. Der Wetter tippt auf fünf Pferde. Diese müssen korrekt vorausgesagt werden. Bei einem Einsatz von 10 Cent ist ein Millionengewinn möglich mit etwas Glück. In den USA gibt es neben der Platzwette die Möglichkeit darauf zu setzen, dass das Pferd Erster oder Zweiter wird. Und in manchen Ländern muss man nicht kombinieren, sondern gibt einfach eine gewisse Anzahl an Pferden an und wenn diese Erster und Zweiter oder Erster, Zweiter, Dritter und so weiter werden, gibt es einen Gewinn. Im Grunde erhöhen sich nur die Optionen. Die guten Buchmacher bieten auf den Websites Erläuterungen zu den einzelnen Wettarten.
Schiebewetten
Von den Sportwetten her ist eventuell die Möglichkeit auf eine Schiebewette bekannt. Es ist häufig eine Möglichkeit neben Kombinationen und Systemwetten. All diese Möglichkeiten bestehen auch bei den Pferdewetten. Ein Wetter setzt im Internet bei einem Buchmacher seiner Wahl auf ein Pferd und entscheidet sich für einen Einsatz. Sollte es einen Gewinn geben, wird dieser automatisch auf einen anderen Tipp geleitet, der natürlich zuvor angegeben werden muss. Ein neuer Einsatz muss nicht erfolgen. Im Falle eines Gewinns erhöht sich dieser de facto, da der Einsatz höher ist als ursprünglich gewählt. Das lässt sich über eine Vielzahl an Rennen in der ganzen Welt veranlassen. Natürlich besteht ein gewisses Risiko.
Pferdewetten bei einem Buchmacher in einem Wettbüro
Was bedeutet Buchmacher? Als dieser Beruf in England im 18. Jahrhundert eingeführt wurde, wurden die Wetten der Kunden in ein Buch geschrieben. Das ist heutzutage im wahrsten Sinne des Wortes natürlich nicht mehr der Fall, doch das Prinzip ist gleich geblieben. Der Buchmacher hat das Ziel, dass am Ende des Tages er persönlich keinen Verlust gemacht. Er gibt Quoten aus. Favoriten zahlen weniger als Außenseiter. Dafür wetten mehr Menschen auf diese Favoriten. Wie bei den Sportwetten unterscheiden sich die Quoten von Anbieter zu Anbieter, nur dass es auch Gemeinsamkeiten, also identische Quoten gibt. Das wird an anderer Stelle in dieser Übersicht näher beschrieben. Während in England bereits seit vielen Jahrzehnten auf unterschiedliche Sportarten und Themen gesetzt werden kann, war es in Deutschland bis vor wenigen Jahren nur möglich, auf Pferde bei offiziell lizensierten Buchmachern zu tippen. Es gibt nur knapp 20 in Deutschland. Über Jahre hatten sie einige Läden in verschiedenen Städten, in die die Menschen gehen mussten. Und sie waren auf dem Rennbahnen präsent. Irgendwann gab es die Möglichkeit auf Wetten per Telefon. Und dann kam das Internet. Und mit dem Internet begannen die Sportwetten immer bedeutender zu werden. Offiziell dürfen die deutschen Buchmacher immer noch nur Wetten auf Galopprennen und auf Trabrennen anbieten. Wer zum Beispiel Fußball mit Quoten in sein Programm aufnimmt, benötigt eine andere Lizenz. Das sind die gleichen Angebote, wie man sie auf zahlreichen Seiten im Internet findet. Mittlerweile nutzen auch deutsche Buchmacher diese Chance. Denn sie bedeutet zusätzliche Einnahmen. Noch ein kurzes Wort zum Thema Lizenz: Die ist nur mit einigem Aufwand zu erwerben. Es werden Teilnahmen an Lehrgängen verlangt, die einige deutsche Bundesländer anbieten. Vor allem kostet aber bereits der Erwerb der Lizenz angeblich einiges an Geld. Über genaue Summen sind keine offiziellen Auskünfte zu erfahren.
Pferdewetten im Internet
Für die Sportwetten und für die Online Casinos gibt es bekanntlich ungemein viele Anbieter. Und sie alle müssen mit verschiedenen Vorteilen auf sich aufmerksam machen. Das können die umfangreichen Programme, die guten Quoten oder Promotionen sein. Bei einigen Wettanbietern können verschiedene Sportarten in Live Streams verfolgt werden. Wer Pferderennen verfolgen will, muss nicht nach speziellen Anbietern suchen, diesen Service bietet eigentlich alle. Man besucht Wettanbieter im Internet oder geht zu einem Buchmacher. Die haben nicht den besten Ruf, was historisch bedingt ist. Buchmacher ist vermutlich ein Beruf, den die wenigsten verstehen. Viele werden sogar glauben, dass er nicht ehrwürdig ist, um ein altes Wort zu benutzen. Alt ist auch dieser Berufsstand, es gab ihn schon im 19. Jahrhundert, eventuell sogar bereits davor. Gewettet wurde schließlich immer, vor allem in England. Der Begriff geht darauf zurück, dass einst Wetten in einem Buch festgehalten wurden. Dort stand dann wie viel ein Wetter eingesetzt hatte und vermutlich auch welche Summe im Gewinnfall ausbezahlt werden sollte.
Heutzutage kann auf alles gewettet werden und kaum ein Buchmacher konzentriert sich noch ausschließlich auf die Pferdewetten. Am ehesten ist dies in Deutschland der Fall, wo die Sportwetten zwar ungemein beliebt sind, wo jedoch wie zuvor angedeutet aus gesetzlichen Gründen diverse Unklarheiten bestehen. Auch die führenden deutschen Wettanbieter für Pferdewetten sind letztlich Buchmacher und es wäre nicht verwunderlich, wenn sie irgendwann einmal Wetten auf andere Sportarten annehmen werden. Sollte dies geschehen, wird der allgemeine Umsatz gesteigert werden, eventuell zu Ungunsten der Pferdewetten. Vom Standpunkt der Einnahmen her und wenn diese auch dem Galopprennsport zugutekämen, wäre daran nichts Verwerfliches.
Malta ist ohne Zweifel ein nettes Ziel für einen Urlaub. Doch auch unzählige Anbieter von Pferdewetten, Sportwetten und Online Casinos haben auf dieser Insel im Mittelmeer ihren Sitz. Es werden von einer offiziellen Behörde, der MGA, Lizenzen ausgestellt und die steuerlichen Vorteile dieser Insel dürften ebenfalls interessant für die Unternehmen sein. Darüber hinaus ist die Gesetzeslage in Bezug auf Glücksspiele in Deutschland seit vielen Jahren kompliziert. Dieser Bericht ist nicht umfangreich genug, um die Problematik näher zu erläutern. Außerdem wird ohnehin meist von Sportwetten gesprochen und die Pferdewetten spielen eine Nebenrolle. Nimmt man es nicht ganz genau, liegt hier das Zentrum des deutschen Glücksspielangebots und somit auch der Pferdewetten. Vollständig korrekt ist dies natürlich nicht, mehr eine gefühlte Tatsache. Für die Anbieter ist die Situation mit Malta fraglos positiv. Für den deutschen Rennsport hingegen nicht, dem geht Geld verloren.
Auf der Mittelmeerinsel Malta gibt es keine echte Galopprennbahn. Stattdessen wird vor allem getrabt. Der Malta Racing Club veranstaltet in Marsa. Die Tradition der Pferderennen ist mehr als beachtlich, sie geht bis in das Jahr 1868 zurück, als die erste Bahn in Betrieb genommen wurde. 1889 wurde erstmals ein Mediterranean Derby entschieden. Es wurde zum Highlight der aus mehreren Meetings bestehenden Galoppsaison. So blieb es bis in die sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. In dieser Zeit bekamen die Trabrennen eine immer größere Bedeutung in Malta. Heutzutage traben wie zuvor angedeutet die Pferde in Marsa auf einer modernen Anlage, eine Runde ist genau 1.000 Meter lang. Selten finden auch noch Galopprennen mit Vollblütern statt. Eine weitere Rennbahn gibt es auf der kleineren Insel Gozo: Den Gozo Race Track. Auf ihm wird ausschließlich getrabt. Eine internationale Bedeutung haben die Rennen nicht.
Wetten auf einer Rennbahn
Wetten machen Spaß, sie sind wichtig, aber der Galopprennsport kann wie mehrfach angedeutet aus verschiedenen Perspektiven begeistern. Wer aber Interesse an Sportwetten hat, der sollte es auch mit den schnellen Pferden probieren. Dazu ist nicht zwingend Ahnung notwendig. Wer sich mit Fußball befasst, tippt ja auch nicht grundsätzlich richtig. Vielleicht gefällt ein schöner Name oder man bekommt einen guten und erfolgsversprechenden Hinweis. Wer in Deutschland auf eine Bahn geht, schaut in ein Programm. Die guten Rennprogramme bieten Analysen. Das bedeutet, dass Experten sich die einzelnen Starter anschauen und deren Chancen bewerben. Der Vorteil eines Gewinns ist natürlich, dass sich der eigene Kontostand erhöht oder dass das Portemonnaie voller wird. Objektiv betrachtet können die Quoten bei den Pferderennen höher sein als bei Sportwetten. Zumindest zahlen Favoriten hier im Schnitt mehr Geld. Das liegt natürlich daran, dass es mehr Möglichkeiten gibt. Während zwei Mannschaften in einem Fußballspiel oder beim Basketball gegeneinander antreten, laufen in einem Pferderennen im Schnitt zehn oder zwölf Pferde. Es können aber auch nur drei sein oder über 20. Wie an anderer Stelle beschrieben, gibt es wesentlich mehr Möglichkeiten, als nur auf den Sieger zu tippen.
Galopprennen in Deutschland
Pferderennen finden in Deutschland von Januar bis Dezember statt. Meist wird auf Gras galoppiert, im Winter auf Sand. Galopprennveranstaltungen gibt es vor allem, aber nicht nur an den Wochenenden. Die wichtigsten deutschen Rennbahnen sind in alphabetischer Form: Bad Doberan, Bad Harzburg, Baden-Baden, Berlin-Hoppegarten, Bremen, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln, Krefeld, Leipzig, Magdeburg, Mannheim, Mülheim, München, Neuss und Saarbrücken. Hinzu kommen eine Reihe von kleinen Rennbahnen, die meist nur einmal im Jahr veranstalten. Es gibt sie im ganzen Land.
Die wichtigsten Galopprennen in Deutschland sind:
  • Das Deutsche Derby in Hamburg
  • Der Große Preis von Baden in Iffezheim bei Baden-Baden
  • Der Preis von Europa in Köln
  • Der Preis der Diana (deutsches Stuten Derby) in Düsseldorf
  • Der große Dallmayr Preis in München
  • Der Große Preis von Bayern in München
  • Das Mehl-Mülhens-Rennen in Köln
  • Die German 1000 Guineas in Düsseldorf
  • Der Große Preis der Badischen Wirtschaft in Iffezheim bei Baden-Baden
  • Der Hansa Preis in Hamburg
Etliche weitere wichtige Rennen könnten an dieser Stelle genannt werden. Die Termine liegen meist um die gleiche Zeit im Jahr.
Die unterschiedlichen Klassen im deutschen Galopprennsport
Was werden für Rennen gelaufen, ist eine nicht unberechtigte Frage an einem Renntag. Eigentlich ist dieser Sport einfach zu verstehen, da sich alles Herunterbrechen lässt auf die Gleichung: Pferde laufen um die Wette und einer gewinnt. Ein totes Rennen oder mit anderen Worten ein totaler Gleichstand ändert nichts an dieser Logik. Doch es lohnt sich ins Detail zu gehen. Oft genug wird versucht die Klassen des deutschen Galopprennsports zu erklären, besonders wenn die Worte "Es handelt sich um Leistungsprüfungen" nicht ausreichen. Bemüht werden kann hier ein Vergleich zum Fußball, da diesen die meisten Interessierten verstehen. Demnach sind die Grupperennen die Champions League, die Listenrennen sind wie die Europa League zu verstehen (tatsächlich sind sie oftmals international besetzt), der Ausgleich 1 ist die Bundesliga, der Ausgleich 2 die zweite Liga, der Ausgleich 3 die dritte Liga und der Ausgleich 4 die Regionalliga. In dieser unteren Klasse laufen oftmals Pferde aus der Region, aber nicht grundsätzlich. Darüber hinaus gibt es Auktionsrennen für Pferde, die auf einer Auktion durch den Ring gingen (und nicht zwingend verkauft worden sein müssen), natürlich Sieglosenrennen sowie weitere Prüfungen. Einfach gesagt laufen in ihnen Pferde unterschiedlicher Klasse gegeneinander. Spannend sind eigentlich alle Pferderennen: Lebewesen laufen um die Wette, es sind keine Lottokugeln auf vier Beinen.
Es soll Menschen geben, die bevorzugen Spitzensport, egal in welcher Sportart: In Bezug auf den Galopprennsport heißt dies, dass Renntage ohne Listen- oder Grupperennen für sie uninteressant sind. Doch die großen Rennen kann es nicht ausschließlich geben; ohne Basis keine Spitze. Man kann sogar der ketzerischen Meinung sein, dass so manches Listenrennen für Stuten einfach gesagt uninteressant ist. Ziel ist es den Zuchtwert zu erhöhen und das Stichwort lautet hier Black Type. Ja, das ist der englische Begriff für Fettdruck und genau das ist gemeint. Gewinnt eine Stute in einem Listen- oder Grupperennen oder ist mindestens platziert, taucht ihr Name zukünftig in Auktionskatalogen in Fettdruck auf und das erhöht oftmals den Preis, auch den der Nachkommen. Da in solchen Katalogen immer mehrere Generationen der einzelnen Pferde aufgelistet sind, bedeutet eine Seite mit viel Fettdruck einfach gesagt, dass es sich um eine erfolgreiche Familie handelt. Der Interessent sieht die in der Vergangenheit erzielten Erfolge auf einen Blick.

Noch einmal als Überblick:
  • Grupperennen (Gruppe 1, Gruppe 2, Gruppe 3)
  • Listenrennen
  • Ausgleich 1, 2, 3 und 4
Hinzu kommen verschiedenen Rennen zum Beispiel für Sieglose oder für Pferde aus allen Klasse in denen es um wenig Geld geht. Grupperennen können mit etwas Phantasie vom Stellenwert her mit der Champions League im Fußball verglichen werden.
International gibt es vergleichbare Klassen in den einzelnen Rennsportländern. Sie heißen halt nur anders, aber Grupperennen bleiben Grupperennen. Wobei natürlich meist der englische Begriff gewählt wird. Also Group Races. Für Wetter sind diese Klassen nicht zwingend von Bedeutung. Es interessieren weniger die Preisgelder als die Chancen auf Wettgewinne. Und die können in einem kleineren Rennen theoretisch größer sein.
Der erste Besuch auf einer Rennbahn
Interesse an Pferdewetten? Das beeindruckendste Erlebnis bieten die Rennbahnen. Was empfiehlt sich allgemein für einen Erstbesuch? Keine Erwartungen haben. Einfach unvoreingenommen auf eine Rennbahn gehen. Die meisten Veranstalter bieten gelegentlich, zum Beispiel unter der Woche, Möglichkeiten zu einem Besuch mit freiem Eintritt. Wer wirklich Interesse hat, sollte sich die Möglichkeit auf einen Blick hinter die Kulissen nicht entgehen lassen. Bei welcher anderen Sportart ist so etwas möglich? Ob wohl während eines Fußballspiels jemals Fans in Gruppen hinter die Kulissen des Stadions geführt werden? Ob sie in die Kabinen der Spieler dürfen, zu den Schiedsrichtern, in die Logen? Die meisten Rennvereine bieten den Besuchern offizielle Rennbahnführungen an, während der Rennveranstaltungen. Sie werden sehr gut angenommen.
Empfehlenswert ist es während eines Rennbahnaufenthalts die eine oder andere Wette abzugeben. Es ist bekannt, dass es Menschen gibt, die in Glücksspielen etwas Verwerfliches sehen oder einfach kein Interesse haben. Wer jedoch nur einen Euro setzt, wird ein anderes Erlebnis von einem Pferderennen haben, als jemand, der es einfach nur beobachtet. Das könnte unter Umständen zu einer gewissen Langeweile führen.
Man muss das Erlebnis Galopprennbahn genießen wollen. Wer Kinder hat, der sollte den Spielplatz und das spezielle Programm besuchen und wer Tiere sehen will, der muss sich erst an den Führring und dann an das Geläuf stellen. Man sollte nicht mit der Vorstellung eine Bahn betreten, dass alles teuer ist, die Menschen elitär, die Pferde gequält und die Gastronomie zu hochpreisig. Geld kostet ein Freizeitvergnügen überall, das gerne genutzte Beispiel ist der Kinobesuch. Während einer normalen Veranstaltung auf einer Galopprennbahn wird wesentlich mehr Abwechslung geboten als dort, es laufen parallel mehrere Filme ab. Man darf aber nicht denken: "Oh, die armen Pferde." Denen geht es gut... Man kann während einer Rennveranstaltung natürlich hervorragend Menschen beobachten, man kann Sprüche klopfen über die Damen mit den großen Hüten, sofern sich denn tatsächlich einige zu einer Veranstaltung verirren. Ein Besuch wird in dem Moment Spaß machen, wenn man Spaß haben will. Das Wetter sollte natürlich möglichst mitspielen. Es wird nicht grundlos so sein, dass viele Erstbesucher erstaunt feststellen, wie viele andere Menschen zu Pferderennen gehen. Die reinen Zahlen auf Papier geben nicht den korrekten Eindruck wieder.
Unterschied Buchmacher / Totalisator / Festkurse
An dieser Stelle geht es um einen wesentlichen Unterschied was die Wetten auf Pferde betrifft. Es gibt nämlich zum Beispiel in Deutschland zwei verschiedene Optionen. Im Grunde sind es sogar drei. Doch nur bei zweien unterscheiden sich die Quoten.
Ein Fachbegriff lautet Totalisator. Das ist quasi die Kasse, in der die Einsätze der Wetter auf einer Rennbahn eingezahlt werden. Je mehr auf ein Pferd gesetzt wird, desto niedriger sind die Quoten. Dies betrifft alle Starter. Aus diesem Grund erklärt es sich, dass die Quoten bei dem Pferderennen kurz vor einem Start sich häufig noch verändert. Ist das Rennen gestartet, ändert sich nichts mehr, da keine Einsätze mehr möglich sind. Die Auszahlung erfolgt nach einer prozentualen Aufschlüsselung. Der Vorteil dieser Form der Wette, die nicht nur direkt auf einer Rennbahn, sondern auch im Internet genutzt werden kann, wenn es um deutsche Rennen geht, ist die Steuer. Die wird nämlich ausdrücklich nicht fällig. Niemand muss zusätzliche 5 % an Steuern zahlen. Ansonsten gilt dieses deutsche Gesetz auch für Wetten auf Pferderennen. Wer also bei einem Buchmacher setzt und eine Buchmacher-Wette abgibt, zahlt 5 % mehr oder muss einen Abzug in Höhe von 5 % von seinem Gewinn verkraften. Auf Rennen im Ausland sind normalerweise nur Buchmacher Wetten möglich. Die Quoten sind stets die gleichen, ausnahmsweise sind keine Vergleiche notwendig, wie sie ansonsten empfohlen werden.
Anders ist das bei der dritten Option, die nur die Buchmacher präsentieren. Die Rede ist von Festkursen. Für besondere Rennen im Inland und im Ausland präsentieren die einzelnen Wett-Anbieter feste Quoten. Das ist wie bei den Sportwetten. Es gibt also keine Veränderung. Die Quoten können durchaus besser sein als die am Totalisator. Doch sie sind es nicht immer. Hier lohnen sich Vergleiche und Aufmerksamkeit ist zu empfehlen.
Sie sind besonders wichtig: Die Quoten
Wie lässt sich das Prinzip der Quoten bei den Pferdewetten erklären? Ein Vergleich zu den Sportwetten ist nur mit etwas Umstand möglich. Dort errechnet ein Algorithmus die Quoten anhand der Chancen. Jeder Buchmacher nutzt sein eigenes System. Dies erklärt die unterschiedlichen Quoten. Wobei die Tendenzen sich nur selten unterscheiden. Festkurse wurden an anderer Stelle erklärt. Bei diesen trifft der Buchmacher die Entscheidung. Wenn allerdings eine normale Wette in einem Rennen abgegeben wird, orientieren sich die Quoten an den erfolgten Einsätzen. Das bedeutet nichts anderes, als dass ein Favorit dadurch zum Favoriten wird, dass viele Wetter auf ihn setzen. Die Einsätze werden verbucht und über einen Algorithmus wird ermittelt, wie die Quote im Vergleich zu den Quoten der einzelnen Starter liegt. Das ist recht kompliziert und von einem normalen Wetter nur schwer nachzuvollziehen. Zumal es weitere Rechnungen gibt. Für jede Variante werden Quoten errechnet. Welche Möglichkeiten auf Wetten bestehen (zum Beispiel Zweierwette oder Dreierwette) ist zuvor beschrieben worden. Je höher die Schwierigkeit, desto höher liegt meist auch die Quote. Und je mehr Menschen eine Wette richtig vorher gesagt haben, desto geringer der Gewinn. Schließlich muss die Auszahlung zwischen mehr Menschen aufgeteilt werden. Gewinnt hingegen nur ein einziger Wetter, sind Rekordquoten möglich. Wie hoch die allgemein höchste Quote war, lässt sich schwer ermesse, zumal es auf die Währung in dem jeweiligen Land ankommt. In Frankreich wird regelmäßig 1 Million Euro ausgeschüttet. Und es gab Fälle, in denen ein einziger Wetter erfolgreich war. Leichter ist es zu bestimmen, wie hoch die Quoten bei einer Wette auf Sieg sind. Gelegentlich kommt es vor, dass ein Pferd für über 1000 Euro bei zehn Euro Einsatz gewinnt. Auch Auszahlungen im Rahmen von 1200 Euro oder 1400 Euro für zehn Euro Einsatz sind von Zeit zu Zeit möglich. In einem solchen Falle handelt es sich aber um einen sehr großen Außenseiter, mit dem im Vorfeld nicht zu rechnen war.
Pferde einschätzen - Wichtig für alle Wetter
Es dürfte mittlerweile klar sein, dass es sich bei den Pferden in den Galopprennen oder bei den Trabern um Lebewesen handelt und nicht um Gegenstände oder Lottokugeln. Das erklärt die unterschiedlichen Leistungen. Dass es unterschiedliche Klassen gibt, wurde bereits beschrieben. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Pferde offiziell eingestuft sind. Der Sieger des Deutschen Derbys oder der Galopper des Jahres darf natürlich nicht in einem Rennen laufen, in dem Pferde der unteren Klasse antreten. Ganz abgesehen davon, dass dies aufgrund des geringen Preisgeldes ohnehin nicht vorstellbar ist, müsste der Derbysieger viel mehr Gewicht tragen als seine Konkurrenten. Das würde seine Chancen vermindern. Das ist ein Prinzip in diesem Sport. Natürlich gibt es dennoch Leistungsunterschiede und auch ein Pferd mit viel Gewicht kann gewinnen. Vielleicht weil das Wetter passt oder weil es zuvor geregnet hat und die Bahn weich ist. Möglicherweise braucht ein Trainer und Besitzer etwas, um die beste Distanz zu erkennen. Pferde reden schließlich nicht. Distanzen, Geläuf und die aktuelle Form sind ausschlaggebend über das Abschneiden in einem Rennen. Und dann sind da noch die Gegner. Manchmal ist einer ganz einfach besser. Oder jünger. Oder mag eine Bahn ganz besonders. Oder der Reiter des Favoriten erwischt keinen guten Tag. Vielleicht ist dieser auch krank oder über den Höhepunkt seiner Form hinweg. Es gibt viele Möglichkeiten, weshalb ein Pferd nicht gut abschneidet. Läuft alles glatt ab, gewinnt der zumindest an diesem Tag beste Starter.
Die wertvollsten Rennen
In den letzten Jahren hat es im Galopprennsport auf der ganzen Welt einen bemerkenswerten Anstieg der Rennpreise gegeben. Das betrifft vor allem die ganz großen Highlights. Mit 12 Millionen US-Dollar war der Pegasus World Cup im Januar 2017 das höchstdotierte Rennen aller Zeiten. Vor gerade einmal 25 Jahren wurde mit der Arlington Million in Chicago das erste Millionenrennen im weltweiten Galoppsport gestartet. Die Zahlen haben sich also wirklich unfassbar entwickelt. In unserer Zeit sind neben der erwähnten, im Gulfstream Park (Florida) entschiedenen Prüfung auf Sandbahn die nachfolgend erwähnten Rennen am wertvollsten, wobei erwähnt werden muss, dass die Preisgelder natürlich bei der nächsten Austragung erhöht werden könnte: In Australien ist The Everest 12 Millionen Australische Dollar wert. Dann folgen der Dubai World Cup in Meydan (10 Millionen Dollar), der Breeders´ Cup Classic in den USA (5,5 Millionen Dollar), der Prix de l´Arc de Triomphe in Frankreich (ist mit 5 Millionen Euro das wertvollste Grasbahnrennen der Welt), der Japan Cup (Dotierung umgerechnet 5,1 Millionen Dollar), die beiden in Dubai entschiedenen Rennen Dubai Turf und Dubai Sheema Classic (je 5 Millionen Dollar) sowie der Melbourne Cup mit umgerechnet 4,7 Millionen Australischen Dollar Gesamtdotierung. Der Vollständigkeit halber soll auch das wertvollste Trabrennen der Welt erwähnt werden: Die Dotierung des Prix d'Amerique auf der Rennbahn Vincennes in Paris liegt bei genau einer Million Euro.
Die wichtigsten Galopprennen international sind (alphabetisch):
Ascot Gold Cup, Breeders' Cup Classic, Breeders' Cup Turf, Cheltenham Gold Cup (Hindernisrennen), Dubai World Cup, Epsom Derby, Grand National (Hindernisrennen), Hong Kong Cup, Kentucky Derby, Japan Cup, King George VI and Queen Elizabeth Diamond Stakes, King George VI Chase (Hindernisrennen), Melbourne Cup, Pegasus World Cup un der Prix de l'Arc de Triomphe.
Es könnten an dieser Stelle viele weitere Galopprennen von weltweiter Bedeutung genannt werden. Letztlich kommt es auf die subjektive Betrachtungsweise bezüglich der Wichtigkeit an. Man könnte beispielweise weitere Listen mit Rennen erstellen, die über kurze Distanzen führen. Normalerweise betrachten deutsche Rennsportfreunde den Prix de l'Arc de Triomphe als weltweit wichtigstes Rennen des Jahres.
Das Alter von Rennpferden
Da in diesem Artikel das Thema Pferderennen von vielen Seiten beleuchtet werden soll, darf das Alter nicht unerwähnt bleiben. Rennpferde bestreiten ab dem Alter von zwei Jahren Rennen. Das ist natürlich keine Verpflichtung, viele beginnen die Karriere später. Spätestens mit 15 Jahren ist Schluss, die wenigsten sind jedoch so lange aktiv. Meist handelt es sich bei den älteren Kandidaten um Pferde für Hindernisrennen. Einer Studie aus Amerika zufolge erreicht ein Vollblüter seinen höchsten Leistungsstand im Alter von 4 ½ Jahren. Dass Pferde in höherem Alter Spitzenleistungen erbringen, ist im Spring- und Dressursport, aber auch im Trabrennsport normal. Aber diese Pferde müssen ihre Sportart zunächst erlernen. Der Galopper lernt nichts, er setzt seine natürliche Veranlagung um und ist aus diesem Grund entsprechend früh einsatzfähig.
Distanzen bei den Pferderennen
Vielleicht ist es noch nicht bekannt, aber die Distanzen können sich von Pferderennen zu Pferderennen unterscheiden. Galopprennen finden auf unterschiedlichen Distanzen statt. In Deutschland sind 1000 Meter die kürzeste Strecke, in verschiedenen Ländern geht es über einen noch kürzeren Weg. Um die 4000 Meter ist das längste Rennen auf der Flachen, solche Distanzen sind allerdings sehr selten hierzulande. Rennen über Sprünge - vor allem Jagdrennen - können über wesentlich weitere Wege führen. Das berühmte und berüchtigte Grand National in England wird auf einer Distanz von über 7 Kilometern entschieden. Eine kurze Anmerkung zu den Distanzen im Trabrennsport. Die kürzeste Strecke liegt bei einer verlängerten Meile, also über 1600 Meter. Viele Rennen werden im Rahmen von 2000 Meter bis 2800 Meter entschieden. Als längste Strecke gelten 4000 Meter.
Die Zucht von Rennpferden
Pferderennen wären ohne speziell gezüchtete Pferde nicht möglich. Aus diesem Grund sollen ein paar Worte über die Zucht verloren werden. In der Vollblutzucht ist Deutschland ein kleines Land, das dennoch bemerkenswerte Erfolge vorweisen kann. Einfach ausgedrückt gehören deutsche Rennpferde zu den besten der Welt - die Rede ist von der Spitze der Rennpferde, nicht pauschal von jedem Rennpferd aus Deutschland. Produkte der deutschen Zucht sind weltweit gefragt; Verkäufe in die Nachbarländer aber beispielsweise auch nach Australien und Japan sind mittlerweile an der Tagesordnung. Internationale Erfolge gab es immer mal wieder, so gewann beispielsweise Star Appeal im Jahr 1975 als erstes deutsches Pferd den Prix de l'Arc de Triomphe und es gab einige weitere große Siege. Aber so richtig erfolgreich wurden "wir" erst in diesem Jahrtausend. Der Triumph von Danedream, die für nur 9.000 Euro zu bekommen war (nach einer Auktion, während der Versteigerung wollte sie niemand haben), im bedeutendsten Galopprennen der Welt (wiederum den Prix de l'Arc de Triomphe), war zweifelsohne das ganz große Highlight. Beide Pferde sollen übrigens im Training viel weniger Leistung gezeigt haben, als im Rennen, deshalb waren sie auch lange unterschätzt. Star Appeal gewann beispielsweise zu einer unglaublichen Quote von 1197:10. Wer also damals 10 DM auf ihn gesetzt hat, bekam 1.197 DM raus. Der Hengst sorgte darüber hinaus für einen weiteren Eintrag in die Geschichtsbücher, als er nach mehr als hundert Jahren als erstes in Deutschland trainiertes Pferd in England gewinnen konnte.
Wenn es um große Erfolge der deutschen Vollblutzucht geht, müssen auch der Triumph von Shirocco im Herbst 2005 im Breeders' Cup in den USA, der Sieg von Borgia im Dezember 1999 in Hongkong (beide Pferde wurden zu diesem Zeitpunkt allerdings in Frankreich trainiert), ein Sieg von Novellist 2013 in einem der wichtigsten englischen Rennen (den King George VI and Queen Elizabeth Stakes in Ascot) und das Ereignis rund um den Erfolg von Protectionist im November 2015 im Melbourne Cup in Australien genannt werden. Die Liste könnte seitenlang fortgesetzt werden. Bemerkenswert viele dieser Pferden müssen auch im Zusammenhang mit Dramen genannt werden: So konnte Danedream ihren Arc-Sieg nicht wiederholen, da wenige Tage vor dem Rennen kein Pferd die Kölner Rennbahn nach dem Auftreten einer Virus-Erkrankung verlassen durfte. Der Arc-Favorit Novellist konnte aufgrund von Fieber nicht antreten und Protectionist musste in Australien bleiben, kam mit den Methoden seines dortigen Trainers aber nicht klar und als Häufchen Elend zurück nach Deutschland. Andreas Wöhler führte ihn zurück zu alter Form.
All dies ist auch deshalb bemerkenswert, weil die deutsche Vollblutzucht so übersichtlich ist. Doch sie ist einflussreich. Nachkommen von deutschen Pferden gewannen in aller Herren Länder: In Japan, Australien, Hongkong, Frankreich, England, Italien, den USA und so weiter. Der Kentucky-Derbysieger des Jahres 2011 Animal Kingdom hatte beispielsweise eine deutsche Mutter. Nun darf man in einem internationalen Feld wie der Vollblutzucht nicht davon ausgehen, dass ein Pferd seit Generationen "deutsch" ist. Viele Züchter schicken ihre Stuten zur Bedeckung ins Ausland oder sie importieren Stuten. Die Nachkommen gelten in diesen Fällen als deutsch. Laut offiziellen Zahlen erblickten in den letzten Jahren in Deutschland im Schnitt knapp 850 Vollblutfohlen das Licht der Welt. Zum Vergleich: In Irland, England und Frankreich ist die Population wesentlich höher. In Irland werden alljährlich ungefähr 8.000 Fohlen geboren, in England und Frankreich zwischen 4.500 und 4.800 - und auf dem gesamten südamerikanischen Kontinent 15.000. Die Rede ist nur von Vollblütern.
Die größten Rennbahnen
Eine interessante Frage ist, welche Rennbahnen die größten sind. Es gibt zu diesem Thema sogar eine offizielle Liste auf Wikipedia, die aber wohl mit Vorsicht zu genießen ist. An erster Stelle steht dort jedenfalls die Rennbahn von Tokio in Japen. 237.000 Menschen haben angeblich auf ihr Platz. Weitere Bahnen folgen, nämlich Nakayama mit 165.000 Zuschauern und Hanshin mit 139.000 Zuschauern. Die größte Bahn in Australien ist der Melbourne Racecourse. Er fasst 130.000 Menschen. In Europa führt die englische Derbybahn von Epsom Downs die Listen an. Auf ihr finden 120.000 Menschen Platz. In den USA ist die Derbybahn Churchill Downs in Louisville im Bundesstaat Kentucky die größte. Sie soll zwar ebenfalls 120.000 Menschen fassen. Der offiziell gemessene Rekordbesuch liegt aber bei 175.000. In Südamerika finden auf dem "Hipódromo de San Isidro" und somit in Argentinien laut offiziellen Angaben 100.000 Menschen Platz. Die größte Bahn in Frankreich ist liegt im Stadtteil Vincennes. Dort wird der mehrfach erwähnte Prix d'Amerique vor bis zu 60.000 Besuchern entschieden. Deutschland steht in der Wikipedia-Liste auf Platz 26 mit der Derbybahn Hamburg-Horn. Deren Kapazität soll bei 50.000 liegen.
Der Begriff Derby
Immer wieder ist heutzutage vom Derby die Rede, beispielsweise im Fußball: Werder Bremen spielt gegen den Hamburger SV, Borussia Dortmund gegen den FC Schalke 04, die TSG Hoffenheim in einem Knallerspiel gegen den SC Freiburg. Selbst wenn Oberknäuseldings gegen Unterknäuseldings im Tauziehen antritt, dürfte von einem Derby gesprochen werden. De facto handelt es sich nicht nur um einen Begriff aus dem Galopprennsport, sondern um das wichtigste Rennen für Dreijährige - zumindest in den namhaften Galoppländern. Ob das Kentucky Derby in den USA, das Epsom Derby in England oder das Deutsche Derby (mit wechselnden Sponsoren) in Hamburg: Die besten dreijährigen Hengste (niemals Wallache, selten Stuten) treten gegeneinander an. Allgemein geht es an dieser Stelle nicht um die Hintergründe (Pferde müssen lange Zeit vor den Rennen genannt werden, sie müssen sich qualifizieren, etc.), sondern um die Historie. Im Jahr 1780 organisierte Edward Smith Stanley, der Earl of Derby, ein Rennen, das die besten Pferde für die Zucht und für Rennen ermitteln sollte. Die Namensgebung Derby erfolgte nach dem Wurf einer Münze zwischen ihm und dem befreundeten Sir Charles Bunbury. Der gewann der Legende nach sowohl den Münzwurf als auch das Rennen mit einem Pferd namens Diomed und entschied, dass der Titel Derby lautete. Man stelle sich einmal vor, es würde nun allseits von einem "Bunbury" gesprochen und geschrieben...
Ein tolles Beispiel wie spannend dieser Sport ist: Danedream
Wenn es um Pferderennen geht, dürfen die großen deutschen Erfolge nicht unerwähnt bleiben. Es folgt ein explizites Beispiel. Danedream ist der Name einer im Jahr 2008 geborenen deutschen Stute. Ihr Vater ist Lomitas. Dessen Tochter schrieb Geschichte, als sie im Oktober 2011 in Paris-Longchamp den Prix de l'Arc de Triomphe gewann und somit das bedeutendste Galopprennen der Welt. Einem deutschen Rennpferd war dies zuvor erst ein einziges Mal geglückt: Star Appeal im Jahr 1975. Die Wettquote lag damals bei über 1000 DM für heute 10 Euro Einsatz!
Gezüchtet wurde Danedream im Gestüt Brümmerhof nahe Soltau in der Heide. Dass man dort nicht die Erwartungen hegte, dass diese Stute in der Zukunft über 3,6 Millionen Euro gewinnen würde, zeigt sich an zwei Tatsachen: Zum einen wurde die Mutter verkauft und zum anderen sollte auch die Tochter über eine Auktion den Besitzer wechseln. Da war sie ein Jahr alt. Der Wechsel erfolgte aber erst nach der Auktion, während der Versteigerung fand sich kein Interessent, der den gewünschten Preis zahlen wollte. Danedream kostete letztlich 9000 Euro. Der neue Besitzer war das Gestüt Burg Eberstein der Familie Volz, die das Geschäft ihres Lebens machte. Vor der in Iffezheim veranstalteten Auktion gab es einen Vorfall, der im Nachhinein viel Beachtung fand. Jockey Filip Minarik ritt die junge Stute bei einer Breeze Up. Gemeint ist eine Art von Service vor einer Auktion: Junge Pferde werden interessierten Kunden mit einem Reiter galoppierend vorgeführt. Minarik ist mehrfacher Jockeychampion, er kann ein Pferd bestens einschätzen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Stute keinen besonderen Eindruck hinterlassen, auf der Bahn zeigte sie ein anderes Gesicht. Das zeichnet Spitzenpferde aus. Der von ihr aus dem Sattel geworfene Minarik empfahl Freunden einen Kauf dieser Stute, die aber nicht auf ihn hörten. Die neuen Besitzer überstellten ihre Neuerwerbung nach Köln zu Trainer Peter Schiergen, einem der großen seiner Zunft. Der bot sie im folgenden Sommer beim Debüt auf einer kleinen Bahn in Frankreich auf: Danedream gewann am 20. Juni 2010 in Wissembourg. Es schlossen sich vier weitere Starts als Zweijährige an. In gehobener Klasse kam die Stute über dritte Plätze nicht hinaus, traf aber beispielsweise in Frankreich ordentliche Gegner. Auch bei ihren ersten beiden Auftritten im Jahr 2011 gewann sie nicht. Die fanden ebenso wie der dritte Start in Italien statt. Dieser dritte Auftritt war der das erste Ausrufungszeichen: Danedream gewann das italienische Stutenderby Oaks d'Italia in Mailand. Aber dass man es mit einem der besten Pferde der Welt zu tun hat, werden weder Trainer noch Reiter noch Besitzer geahnt haben. Der folgende Auftritt in Frankreich war zwar eine gute Leistung, aber ein fünfter Platz ist halt kein Sieg. Den gab es am 24. Juli in Berlin-Hoppegarten im 121. Großen Preis von Berlin zu feiern. Das ist ein Rennen der Gruppe I, also der höchsten Kategorie im Galopprennsport. 100.000 Euro war der Siegpreis. Ein weiterer Triumph auf dem höchsten Level im Großen Preis von Baden in Iffezheim schloss sich an. Nun war die Stute führend in Deutschland. Und es folgte der Triumph in Paris. Wie leicht und sicher die Stute dort gegen Weltklassekonkurrenz gewann, ist wirklich bemerkenswert. Das Video ist problemlos bei YouTube zu finden. Ein folgender Ausflug nach Japan zum Japan Cup war sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass sich ein japanischer Besitzer namens Teruya Yoshida Wochen zuvor quasi eingekauft hatte. Die Vereinbarung lautete, dass er und die Familie Volz auf der Bahn gemeinsam von den Preisgeldern profitierten, ehe die Stute nach Japan in die Zucht wechselt. Das sollte aber erst anderthalb Jahre später geschehen. Über den Kaufpreis wurde übrigens Stillschweigen vereinbart. Niedrig wird dieser nicht gewesen sein...
Im Jahr 2012 bestritt die Arc-Siegerin Danedream vier Rennen. Im Mai gewann sie in Iffezheim den Großen Preis der Badischen Unternehmer, ein Rennen der Gruppe II. Sie enttäuschte anschließend als Letzte im Grand Prix de Saint Cloud und kam beim folgenden Start zu einem weiteren großen Triumph. Hatte sie in Paris noch mehr als 2,2 Millionen Euro gewonnen, waren es im Juli vor den Augen der Queen in Ascot immerhin umgerechnet 683.253 Euro nach einem Sieg im Rennen King George VI and Queen Elizabeth Stakes. Diesmal musste ihr ständiger Jockey Andrasch Starke alles geben. Es folgte ein weiterer Sieg im Großen Preis von Baden in Iffezheim, ehe der zweite Triumph im Arc angepeilt wurde. Nun schlug das Schicksal zu, was bereits an anderer Stelle erwähnt wurde: Danedream durfte Köln nicht verlassen, die Reise nach Paris musste abgesagt werden. Grund war der positive Befund von sogenannter Infektiöser Anämie bei einem Pferd in einer nahen Tierklinik. Die Kölner Rennbahn wurde gesperrt und unter Quarantäne gestellt. Dies ging durch alle Medien. Die Karriere von Danedream war beendet. Die Stute ging nach England und wurde dort vom damals besten Rennpferd der Welt Frankel gedeckt. Die Tochter wurde Nothing But Dreams genannt und kam in England ins Training. Gelaufen ist sie nie, wechselte nach einer Verletzung direkt in die Zucht. Danedream wurde nach Japan geflogen. Das ist in Japan nicht leicht, aber einige Wettanbieter für Pferderennen aus Deutschland haben japanische Rennen im Programm.
Pferderennen weltweit
Es folgt ein Überblick über Pferderennen auf der ganzen Welt, unterteilt auf verschiedene Kontinente. Erwähnung finden können allerdings nur die wichtigsten Nationen. Insgesamt werden über 90 Länder angeführt, in denen es Pferderennen auf unterschiedlichem Niveau gibt. Es sind nicht immer Pferde wie in diesem Artikel beschrieben, die um den Sieg kämpfen. Je kleiner ein Land und je geringer die Population, desto mehr Alternativen suchen sich die Aktiven. Somit erklärt sich, weshalb auch auf kleinen karibischen Inseln oder in der Pazifischen Inselwelt wie die hier beschriebenen stattfinden. Was in Sachen Wetten möglich ist, ist schwer in Erfahrung zu bringen. Bemerkenswert ist, das Rennen beispielsweise in Neukaledonien zum Programm der Franzosen gehören und somit in Europa bewettet werden können. Das gleiche gilt für die eine oder andere karibische Insel. Andererseits darf beispielsweise direkt in Dubai aus religiösen Gründen nicht gewettet werden. In Europa gibt es jedoch Quoten und Einsätze sind möglich. Für Katar und Saudi-Arabien gilt dies weniger. Nur ganz große Prüfungen gehören im Europa zum Programm. Seltsam in diesem Zusammenhang ist, dass auf den Bahnen im Iran gewettet werden darf. In Europa weiß dies kaum jemand.
England - Mutterland der Pferderennen
Auch in England mag Horseracing nicht mehr die Sportart Nummer 1 sein, doch im Gegensatz zu Frankreich sind die Bahnen gut besucht. Das berühmte Hindernisfestival in Cheltenham, Aintree mit seinem berüchtigten Grand National und das Royal Ascot Festival mit den bunte Hüte tragenden Ladys sind nur die Spitze des Eisbergs. Die Monarchie mag in Deutschland, abgesehen für die Leser seltsamer Hausfrauenpostillen, keine Bedeutung haben, doch wenn die Queen einmal wieder selbst auf der Rennbahn erscheint, liest man das sogar in deutschen Blättern. Sie besitzt eigene Rennpferde und eine kleine Zucht.
Ein Pferd der Queen sorgte für eines der rätselhaftesten Ereignisse in einem der wichtigsten Rennen überhaupt. Im Jahr 1956 schien der Wallach Devon Loch mühelos einem Triumph im Grand National entgegen zu streben. Kurz vor dem Ziel machte er aus einem unerfindlichen Grund ohne ein Hindernis vor Augen eine seltsame Bewegung und rutschte auf allen Vieren auf seinem Bauch. Der Reiter konnte sich nur mit Mühe in der Mähne festkrallen, doch das Pferd hatte jeden Schwung verloren und angehalten; ein Gegner stürmte vorbei. Die Queen Mother sagte im Anschluss der Legende nach den stets treffenden Satz: "Oh, that's racing." Die königliche Familie hat dieses besondere Rennereignis bis heute nie gewinnen können... Die Experten stritten über den Grund für diesen Vorfall, noch heute herrscht offensichtlich eine gewisse Uneinigkeit. Vermutlich soll ein auf den zur damaligen Zeit schwer zu deutenden Fernsehbildern nicht zu sehender Schatten ausschlaggebend gewesen zu sein. Der damalige Reiter war übrigens ein gewisser Dick Francis, über Jahrzehnte einer der erfolgreichsten Schriftsteller mit dem Spezialgebiet Pferderennen.
Wer sich in Deutschland intensiv mit dem Galopprennsport befasst, wird recht schnell international denken. So viele deutsche und ex-deutsche Pferde treten fast täglich in Frankreich an. Heutzutage sind in jedem Jahr mehr als 2.500 Auslandsstarts von in Deutschland trainierten Pferden zu verzeichnen, ein sehr großer Anteil startet im Nachbarland. Italien ist ebenfalls ein oftmals gewähltes Ziel und die großen Rennen (auch im Hindernissport) sowie die vergleichsweise leicht zu verstehende Sprache machen England und Irland für Wetten interessant. Die wichtigsten europäischen Länder mit Galopprennsport sollen nachfolgend näher vorgestellt werden.
In England, dem Ursprungsland des Galopprennsports, wo im 17. Jahrhundert alles begann, gibt es 52 Rennbahnen. Es waren einst viel mehr, was historisch bedingt ist. Dass in Großbritannien "alles begann" bezieht sich auf die Vollblutzucht, ohne die es keine Pferderennen, wie wir sie heute kennen, geben würde. Als im späten 17. bzw. im frühen 18. Jahrhundert englische Stuten mit orientalischen Deckhengsten gekreuzt wurden, entstand eine neue Pferderasse. Als Stammväter der Vollblutzucht gelten Byerley Turk, Darley Arabian und Godolphin Barb. Auf sie gehen alle Vollblüter zurück. Einfach ausgedrückt haben diese drei sich durchgesetzt, eingesetzt wurden damals hunderte von Hengsten. Einer Studie aus dem Jahr 2001 nach, ist Darley Arabian in den Stammbäumen von circa 95% aller aktuellen Rennpferde zu finden. In direkter mütterlicher Linie gehen die englischen Vollblüter auf ungefähr 30 sogenannte Gründerstuten zurück. Vollblüter sind übrigens reinrassig, es wird sich kein Brauereipferd oder Shetland Pony im Stammbaum finden. Die Rennpferde sind vom Blut her auf immer und ewig Teil einer geschlossenen Gesellschaft.
Auch wenn der Galopprennsport in Großbritannien natürlich nicht mehr die Bedeutung hat wie vor 300, 200 oder vor 100 Jahren, handelt es sich um eine der bedeutendsten Sportarten. Heutzutage finden nur an Heiligabend und am 1.Weihnachtstag keine Pferderennen auf der britischen Insel statt. Wetten kann man auf englische Rennen also fast immer.
Frankreich - Von großer Bedeutung für den deutschen Galopprennsport
Frankreich besitzt aus deutscher Sicht eine größere Bedeutung als England und Irland, bedingt durch die PMU. Einfach ausgedrückt handelt es sich hierbei um die mächtige Wettorganisation unseres Nachbarlandes. Diese hat sich in den deutschen Rennsport eingekauft. Was auffällt: Im Gegensatz zu Deutschland unterscheiden die Franzosen weniger zwischen Trab und Galopp, es sind vor allem Pferderennen. Das Zentrum liegt in Paris mit mehreren Großbahnen, doch auch in der Provinz finden Rennen statt.
Laut offiziellen Angaben finden in Frankreich laut einer offiziellen Statistik über 6.500 Galopprennen statt. Hinzu kommen die Trabrennen. Die Zahl dürfte identisch sein. Fakt ist, dass in diesem Land an fast jedem Tag des Jahres Pferderennen veranstaltet werden. Diese haben eine Tradition seit dem Jahr 1776. Parislongchamp wurde im Jahr 2018 neu eröffnet, nachdem ein Umbau im Wert von angeblich über 30 Millionen Euro erfolgt ist. Weitere Pariser Großbahnen sind Auteuil, Chantilly, Compiegne, Maisons-Laffitte, Enghien und Vincennes. Auf den letztgenannten Bahnen wird getrabt. Für Deutschland besonders wichtig sind Straßburg, Wissembourg und Nancy, wo besonders viele in Deutschland trainierte Pferde starten. Nicht nur dann lohnt es sich zu wetten.
Weitere wichtige europäische Nationen mit Pferderennen
Die Rennen in Italien und in Belgien haben für Deutschland die größte Bedeutung abgesehen von England, Irland und Frankreich. Dort treten häufig deutsche Pferde an. Doch es gibt auch Rennen in Russland, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Litauen, den Niederlanden, Spanien, Portugal, Zypern, Griechenland, Türkei, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, Malta und so weiter. Einige Länder können online bewettet werden.
Pferderennen in Amerika
Pferderennen in den USA, das muss nach jeder Logik "groß" sein. In den 51 Bundesstaaten gibt es knapp 90 Galopprennbahnen und an die 30 Trabrennbahnen. Hinzu kommen weitere Anlagen, auf denen Quarter Horses Rennen bestreiten. Das ist eine andere Rasse, die nur sprintet. Die ersten Pferderennen auf dem amerikanischen Kontinent fanden im Jahr 1655 statt, auf einer Bahn, die passenderweise wie in England Newmarket hieß. Veranstaltet wurden die Rennen von englischen Siedlern. Als sich in England das Vollblut durchsetzte, also Mitte des 18. Jahrhunderts, zogen die Pferdeliebhaber in Amerika bald nach. Der Pleasanton Fairgrounds Racetrack in Kalifornien ist die älteste noch existierende Rennbahn aus alter Zeit, sie wurde im Jahr 1858 in Betrieb genommen.
Woodbine ist die größte Rennbahn in Kanada, allerdings nicht die einzige. Wenn jedoch einmal deutsche Pferde in diesem Land antreten, dann auf dieser Anlage, die sich in Toronto befindet. Sie ist der einzige Race Track in ganz Nordamerika auf der parallel Galopp- und Trabrennen stattfinden - die können bei den Wettanbietern in Deutschland bewettet und live verfolgt werden. Die Anlage wurde im Jahr 1956 in Betrieb genommen, seit den neunziger Jahren hat sie drei Geläufe. Insgesamt gibt es 15 Bahnen für Pferderennen in Kanada, die meisten für die Traber.
Dass es auch in Mittelamerika Pferderennen gibt, wird nicht überraschen. Der Rennsport hat in Mexiko beispielsweise eine lange Tradition. Die einzige Rennbahn des Landes befindet sich in dem Millionen-Moloch Mexiko City und heißt Hipodrómo de las Américas. Sie existiert seit den 40'er Jahren und wird vom Jockey Club betrieben. Die Bahn (Sand) ist 1.508 Meter lang und hat eine immens kurze Zielgerade mit nur knapp 140 Metern. Rennen gibt es das ganze Jahr hindurch, der Schnitt liegt zwischen 60 und 70 Terminen. Im Allgemeinen werden zehn Rennen pro Veranstaltung entschieden. In Belize und Panama gibt es ebenfalls Rennen. Aus dem letztgenannten Land, berühmt durch seinen Kanal, stammt der mehrfache deutsche Champion Eduardo Pedroza.
Pferderennen gibt es auch in der Karibik, beispielsweise in Antigua, auf Barbados, in der Dominikanischen Republik, auf Jamaika, Trinidad, Puerto Rico, St. Kitts und Nevis sowie Martinique.
In Südamerika spielen Pferderennen und die Vollblutzucht eine große Rolle. Die besten Pferde aus Argentinien, Brasilien und Chile wechseln oftmals in die USA. In Südamerika spielen Pferderennen und die Vollblutzucht eine große Rolle. Die besten Pferde aus Argentinien, Brasilien und Chile wechseln oftmals in die USA, einige auch nach Südafrika. Sie rücken als Folge auch hierzulande bei Wettern in den Fokus. Heutzutage ist es aber ohnehin möglich, die wichtigsten südamerikanischen Rennen zu bewetten. Vier Galopprennbahnen gibt es in Argentinien, einem Land mit einer großen Tradition im Pferdesport und in der Zucht. Das Hipodromo Argentino de Palermo wird in der Hauptstadt Buenos Aires betrieben. Eröffnet wurde es im Jahr 1876 und ist seit 1888 Austragungsort des argentinischen Derbys. In Brasilien gibt es drei große und fünf kleinere Galopprennbahnen. Die meisten bedeutenden Rennen werden auf dem Hipódromo da Gávea in Rio de Janeiro entschieden. Chile wurde in der Vergangenheit im deutschen Galopprennsport ab und zu erwähnt, nicht zuletzt durch Trainer, die über Jahre des Öfteren mit Pferden aus Skandinavien nach Deutschland reisten. Und viele dieser Pferde, die auch in besseren Rennen mitliefen, sind chilenisch gezogen. In Peru betreibt Fußballspieler Claudio Pizarro ein Gestüt. - Wetten sind oftmals auch von Deutschland aus möglich.
Pferderennen in Australien
Um die Wichtigkeit des Pferderennsports in Australien zu beschreiben, reicht ein konkreter Vergleich: Den Status, den in Europa Fußball einnimmt, nehmen auf dem fünften Kontinent schnellen Pferde ein. Der Melbourne Cup am ersten Dienstag im November ist ein Ereignis, bei dem die Nation den Atem anhält, fast so wie beim Finale einer Europa- oder Weltmeisterschaft im Fußball mit deutscher Beteiligung, wenn man kaum einen Menschen auf den Straßen begegnet und selten ein Auto auf den Straßen sieht. Auch an normalen Tagen berichten die Zeitungen auf diesem Kontinent umfangreich, es gibt eine unfassbare Berichterstattung im Fernsehen und sogar inoffizielle Trainingsrennen werden übertragen. Für diese fliegen die Pferde schon mal mit dem Flugzeug in einen anderen Bundesstaat. Trainer trainieren bis zu 300 Pferde an mehreren Standorten und die Jockeys sind fast täglich im Einsatz. Es gibt über 360 registrierte Rennbahnen im Land. Es heißt, dass 3.000 Renntage veranstaltet werden - nur für Galopper. Es gibt aber auch Trabrennen in Australien. Selbstverständlich haben die Briten den Rennsport eingeführt... Der erwähnte Melbourne Cup wird auf dem Flemington Racecourse entschieden. Diese Bahn gibt es seit dem Jahr 1840! 120.000 Menschen finden auf ihr Platz. - Es kann auf fast alle australischen Rennen von Deutschland aus gewettet werden.
Galopprennsport in Asien
Galopprennsport in Asien, da denkt man als Rennsportfan zuerst an Dubai, Hongkong und Japan. Das liegt einerseits an den internationalen Rennen und andererseits an Verbindungen nach Deutschland. In den Emiraten laufen stets früh im Jahr einige in Deutschland trainierte oder zumindest gezüchtete Pferde, in Hongkong leitet seit Ende der neunziger Jahre mit Winfried Engelbrecht-Bresges ein Deutscher die Geschäfte des mächtigen Jockey Clubs und nach Japan wurden zahlreiche deutsche Spitzenstuten (u.a. die Arc-Siegerin Danedream) und Hengste (Novellist) verkauft. In China entstehen angeblich mehrere Rennbahnen, auch dort dürfte in Zukunft so einiges passieren. Konkret werden aktuell mehrere Anlagen für den Galopprennsport sowie für den Pferdesport im Allgemeinen gebaut. Sie sollen, wie man hört, gigantisch sein. Ein neuer Markt dürfte sich für den Sport öffnen. Dass die Chinesen verrückt nach schnellen Pferden und nach Wetten sind, zeigt sich in Hongkong.
Rennen gibt es ansonsten im arabischen Raum, in Indien, der Mongolei, in Indonesien, auf den Philippinen und so weiter. Im Gegensatz zu den zuvor genannten, spielen diese bei Wetten in Deutschland keine Rolle.
Galopprennsport in Afrika
Fast täglich ist es möglich, Pferderennen in Afrika live im Internet und bei Buchmachern zu verfolgen und zu bewetten. Südafrika gehört zum normalen Programm jedes deutschen Wettanbieters. Außerdem werden immer wieder die Erfolge von deutschen Deckhengsten vermeldet, die nach Südafrika "ausgewandert" worden sind. Es gibt einige deutsche Züchter, die in diesem Land aktiv sind. Die südafrikanische Zucht entspricht mittlerweile Weltniveau. In den nördlichen afrikanischen Staaten gibt es ebenso Pferderennen wie in Kenia und Simbabwe.